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Bei dem Objekt handelt es sich um einen Einfirsthof, der für die Gemeinde Hausham ortsprägend
ist und war. Der First verläuft in Ost-West-Richtung, wie es sich im bayerischen Voralpenland
traditionell bewährt hat. Das Wohnhaus ist dabei auf der Ostseite und damit auf der
wettergeschützten Seite gelegen. Daran direkt anschließend, früher unter dem selben Dach, befand
sich der Stall und der "Dehner" (Heuboden). Das Stallgebäude wurde 1935 erneuert und höher
gebaut. Deshalb sind die Dächer von Wohn- und Wirtschaftsteil auf unterschiedlichen Höhen. Die
Breitseite ist zur maximalen Ausnutzung der solaren Wärme Richtung Süden ausgerichtet.
Der Dehner oberhalb des Stalls dient der Aufbewahrung von Heu und bietet gleichzeitig eine
thermische Deckenisolierung für das eingestellte Vieh.


Die beiden Traufseiten im Erdgeschoss waren mit einem Fletz von Nord nach Süd verbunden. Man
konnte durch den Querflurbau durch die beiden Eingangstüren in gerader Linie durch das Gebäude
hindurchgehen. Später wurden Wände im Erdgeschoss verändert.
Die Stiege befand sich im südlichen Teil des Fletz und führte in den großräumigen Gang des
Obergeschosses.


Die Feuerstelle befand sich im Mittelteil des Gebäudes im Erdgeschoss. Das traditionell
flachgeneigte Pfettendach weist deutliche Rußschwärzungen im Bereich des mittleren Stützpfostens
auf. Einen Kamin gab es bauzeitlich nicht. Später wurden zwei Kamine errichtet, die den Rauch
durch das Dach nach draußen führten. Ein rauchfreies Haus entstand.


Das Obergeschoss ist ebenfalls ein Querflurbau. Der bauzeitliche Holzblockbau ist sehr gut erhalten
und vor allem im Gangbereich offen sichtbar. Im Obergeschoss gibt es einen umlaufenden Balkon.


Der Holzblockbau besteht vermutlich aus Fichtenholz. Es wurden massive Balken mit einer breite
von ca. 16 cm und einer Höhe bis zu 25 cm verbaut. Die Holzblockecken weißen eine Verkämmung
mit Schwalbenschwänzen auf. Wo die Querwände aufeinandertreffen, wurden auf künstlerische Art
unterschiedliche Verzapfungen verwendet.

Der First verläuft in Ost-West-Richtung, wie es sich im bayerischen Voralpenland traditionell bewährt hat. Das Wohnhaus liegt auf der wettergeschützten Seite — die Breitseite ist nach Süden gerichtet, zur maximalen Ausnutzung der Sonne.

Handwerk · Blockbau


Schwalbenschwanz und Verzapfung

Massive Fichtenbalken — ca. 16 cm breit, bis zu 25 cm hoch — bilden das Obergeschoss. Die Holzblockecken weisen eine Verkämmung mit Schwalbenschwänzen auf. Wo Querwände aufeinander treffen, wurden auf künstlerische Art unterschiedliche Verzapfungen verwendet — ein Zeugnis bäuerlicher Zimmermannskunst des 18. Jahrhunderts.

Besichtigung


Interessierte sind herzlich eingeladen, den denkmalgeschützten Einfirsthof zu besichtigen. Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@wölflhof.de — wir vereinbaren gerne einen Termin.